1. Januar 2014

Von der Verkostung zur Bewertung

| 5 Kommentare

Wie entstehen unsere Kaufempfehlungen?


Vom Weintest zur Kaufempfehlung, wie bewertet der Weinflüsterer.
Eines gleich vorweg: Weinbewertung ist keine objektive und exakte Wissenschaft, der persönliche Geschmack ist und bleibt das wichtigste Kriterium. 

Eigenes Probieren geht über Studieren, unabhängig davon, ob ein Wein hier positiv oder schlecht bewertet wurde. Wenn Du nach eigenem Probieren entdeckst, dass eine hier vorgestellte Kaufempfehlung Deinem Geschmack nahe kommt, freut es uns. Umso wahrscheinlicher ist es, dass Dir auch die anderen Bewertungen bei anderen Weinkäufen eine große Hilfe sein können. 

Da auch meine Leber nicht unendlich viel Alkohol verträgt, verteile ich das Verkosten und Bewerten auf viele Schultern. So verkoste ich die Weine stets gemeinsam mit einem Verkostungsteam von vier bis acht Personen. Wir sammeln unsere Eindrücke und erstellen erst dann eine Weinbewertung. Auf diese Art und Weise erhalten wir eine möglichst breite und verlässliche Basis für die Bewertungen und daraus resultierenden Kaufempfehlungen. 

Das einzige Entscheidungskriterium ist das Preis-Genuss-Verhältnis, sprich: wie viel Genuss bietet der Wein fürs Geld.


In der Weinwelt sind unterschiedliche Bewertungssysteme geläufig. So gibt es 20-Punkte und 100-Punkte-Systeme und vieles mehr. Um es so einfach wie möglich zu halten, verwende ich die klassischen Schulnoten, die in übersichtlicher und bekannter Form eine schnelle Orientierung ermöglichen. 

Weine, die mich und andere Weinfreunde mit einem herausragenden Preis-Genuss-Verhältnis zu überzeugen wissen, erhalten die höchste Bewertung: 1* (Eins mit Sternchen). Weine, die hingegen inakzeptabel bzw. ungenügend sind und keinen echten Trinkgenuss bieten, erhalten konsequent die Note 6. 

Nicht jeder Weinfreund möchte oder kann gleich viel Geld für Wein ausgeben, daher werden die Weine in unterschiedlichen Preisgruppen bewertet. Nur so ist sichergestellt, dass jeder Weinfreund nach Möglichkeit den besten Wein für sein Geld erhält. 

Sortimentsweine aus dem Discounter sind unterteilt in die beiden Preisgruppen: 

  • Preisgruppe 1: Weine bis 2,99 Euro 
  • Preisgruppe 2: Weine von 3,00 bis 9,99 Euro
  • Preisgruppe 3: Weine ab 10,00 Euro
Aufgrund des teilweise höheren Preisniveaus der Supermärkte, sind die Sortimentsweine in drei Preisgruppen unterteilt: 
  • Preisgruppe 1: Weine bis 3,99 Euro 
  • Preisgruppe 2: Weine von 4,00 bis 9,99 Euro 
  • Preisgruppe 3: Weine ab 10,00 Euro


Tags :

Kommentare:

  1. Zum Kochen braucht Madeira
    Gibts im Globus kaufen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ursula,

      vielen Dank für Deinen dreifachen Hinweis, dass Madeira das Getränk Deiner Wahl ist, wenn es ums Kochen geht. Mein Tipp: probiere es mal mit einem Dorado aus dem spanischen Rueda - Du wirst sicher wie ich begeistert sein, wie toll der Wein Speisen zu veredeln versteht.

      VG Dirk

      Löschen
  2. Ich bin mir nicht sicher, ob es bereits erwähnt wurde, aber: Dieser Madeira-Wein soll wirklich ganz hervorragend zum Kochen geeignet sein!

    AntwortenLöschen

Um allen Lesern die Möglichkeit zu bieten, Artikel zu kommentieren, sind auch anonyme Kommentare zugelassen. Bitte gib zumindest Deinen Vornamen oder Nicknamen an, so dass sich andere Leser direkt auf Dich beziehen können. Vielen Dank

Folger verfolgen ...

Die Top 3 Artikel dieser Woche

Diese Seite ist ...

Alle hier vorgestellten Weine werden von mir (WeinJournalist Dirk Grüttner) aus eigener Tasche bezahlt. Damit bin ich unabhängig von Händlerinteressen. Selbst wenn mir Weine zur Verkostung zugesandt werden, lassen ich mich dadurch nicht im Urteil beeinflussen.

Das Verkosten und Bewerten von Weinen ist immer subjektiv. Schließlich hat jeder Mensch seinen eigenen Geschmack und dementsprechende Vorlieben. Aus diesem Grund verkoste ich die Weine niemals allein, sondern immer mit anderen Weinfreunden.

Ich versuche stets alle Artikel allgemeinverständlich zu schreiben und verzichte weitestgehend auf Fachvokabular. Wenn meinem Verkostungsteam und mir ein Wein nicht gefiel, bewerten wir ihn demensprechend und schreiben konkret, was uns an dem Wein nicht zusagte.

Jeder Weinfreund kann seine eigene Meinung zu den vorgestellten Weinen mit allen anderen Lesern interaktiv teilen. Also - haut fleißig in die Tasten.